FDP NRW wählt Kandidatenvorschläge für FDP-Bundesliste zur Europawahl

Am heutigen Samstag fand in Bonn die Landesvertreterversammlung der FDP Nordrhein-Westfalen statt. Dabei wurden unter anderem die Kandidatenvorschläge für die gemeinsame FDP-Bundesliste zur Europawahl 2019 gewählt.

Die Delegierten votierten auf Platz eins für Moritz Körner (74,9 Prozent, 140 Ja, 35 Nein, 12 Enthaltungen).

Körner: „Ich streite für ein starkes Europa, das mutig die nur gemeinsam zu lösenden Fragen angeht, aber den Bürgern im Alltag ihren Freiraum lässt.“ Er forderte unter anderem mehr Tempo im Bereich von Wissenschaft und Forschung: „Schon heute ist Forschung europäisch, und wir müssen aufpassen, dass Europa im internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss verliert. Deswegen brauchen wir eine neue europäische Forschungsinitiative zu künstlicher Intelligenz und modernster Robotik.“

Körner ist 28 Jahre alt und seit 2017 Abgeordneter im Landtag Nordrhein-Westfalens. Der Freidemokrat aus dem Kreis Mettmann ist Sprecher für Hochschulpolitik und Obmann im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Fall Amri“ der FDP-Fraktion. Von 2013 bis 2018 führte er die Jungen Liberalen Nordrhein-Westfalen als Landesvorsitzender an, seit 2014 ist er Vorstandsmitglied der FDP NRW.

Auf Platz zwei der FDP NRW-Kandidatenvorschläge wählten die Delegierten Michael Kauch (58,4 Prozent, 108 Stimmen bei einer Gegenkandidatin).

Kauch machte in seiner Rede deutlich: „Wir haben ein gemeinsames Schicksal in Europa. Unser Schicksal ist der gemeinsame Kampf für ein Europa der Freiheit.“ Mit Blick auf die aktuelle Lage in der EU sagte er: „In Brüssel regiert de facto eine Groko, er herrscht Überregulierung und Subventionsdenken. Keine Europa-Begeisterung sollte das überdecken: die Groko in Brüssel und die Groko in Berlin – beide gehören abgewählt.“

Kauch wurde 1967 geboren und war von 2003 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. In der dortigen FDP-Fraktion war der Dortmunder beispielsweise von 2009 bis 2013 der umweltpolitische Sprecher. Seit 2001 ist er Vorsitzender des FDP-Bundesfachausschusses Soziales und seit 2013 ist der der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben.

Alle weiteren Ergebnisse finden Sie in Kürze auf www.fdp.nrw/europa

Die Generalsekretärin der FDP, Nicola Beer, wurde bereits vom Bundesvorstand als FDP-Spitzenkandidatin zur Europawahl vorgeschlagen und der Landesvertreterversammlung der FDP NRW live zugeschaltet. Sie sagte, die FDP stehe für „European Mut“ und wolle mit aller Leidenschaft für Frieden, Freiheit und Wohlstand kämpfen. „Wir wollen ein Europa der Eigenverantwortung, das die eigenen Stärken nutzt“, so Beer.

Der Vorsitzende der FDP NRW, Dr. Joachim Stamp, sagte u.a. in seiner Rede:

„Wenn die Idee der Europäischen Einheit nicht mehr hervorgebracht hätte als 70 Jahre Frieden - sie hätte sich schon gelohnt. Diese Haltung von Guido Westerwelle gilt in Zeiten, in denen die politischen Ränder die offene Gesellschaft und die EU bedrohen, mehr denn je.

Im Haus Europa gibt es eine klare Hausordnung und an die muss sich jeder halten. Das gilt natürlich auch mit Blick auf die Haushaltskasse. Was die italienischen Populisten hier abliefern, gefährdet die Statik des ganzen Hauses Europa und das können wir nicht hinnehmen.

Lasst uns diese Europawahl auch zu einer Frage der Haltung machen. Lasst uns konsequent „Ja“ sagen zu Europa, denn Europa ist unsere Zukunft.

Unsere Verbündeten sind nicht die, die aus Baumhäusern Kot auf Polizisten werfen. Unsere Verbündete sind die Startups in der Umwelttechnologie, die mit ihren Ideen tatsächlich zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.“

Der Europa-Bundesparteitag der FDP findet am 27.01.2019 in Berlin statt.